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Der Name Ertebølle stammt aus der frühen Steinzeit und ist heute die offizielle Bezeichnung für die Urbevölkerung der Küste. Die reichen Vorkommen des Strandes und des Fjordes von Fischen, Muscheln und Vögel machten einen wesentlichen Teil der Lebensgrundlage aus. Der Limfjord war in der Steinzeit - vor etwa 6-7000 Jahren - offen in Richtung Nordsee. Gleichzeitig war die Strömung sowie Ebbe und Flut viel stärker als sie heute sind. Damit gab es eine Grundlage für ein reiches Tierleben. Typisch für die Ertebøllevölker sind die grossen Abfallhaufen - die sogenannten Kökkenmöddinger - bestehend hauptsächlich aus Austernschalen. Die Siedlungen lagen neben und sogar auf den Kökkenmöddinger, die grosse Dimensionen annehmen konnten. Untersuchungen zeigen, dass die Siedler eine Hauptsiedlung hatten und auch eine Reihe von Nebensiedlungen.

In dem Kreidefelsen bei Ertebølle Hoved sieht man in dem 20 Meter dicken Küstenfels eine Scholle, die aus Molererde mit Aschenschichten bestehen. Diese Schichten sind von der Tertiärzeit und etwa 55 Millionen Jahren alt. Die helle leichte Molererde besteht aus Schalen von Kieselalgen, die damals im Meer lebten. Die Molererde zerspaltet einfach aufgrund seiner Schichtaufteilung und ist reich an Versteinerungen. Abdrücke von kleinen Fischen, Planzen und Insekten, die von einem naheliegendem Festland kamen, sind nicht aussergewöhnlich. Die Fossile sind Zeugen eines früheren subtropischen Klimas. Die Molererde gibt es ausschliesslich in den Gebieten um den Limfjord. Wir empfehlen ein Besuch im Steinzeitzentrum, das in der Nähe des Campingplatzes liegt. Mehr Informationen finden Sie unter www.stenaldercenter.dk